In der folgenden Bildergalerie können Sie sich durch die Meilensteine der Firmengeschichte scrollen...

1986 gründete Dr. Hermann Tropf die Firma VisionTools. Zunächst als 1-Mann Betrieb in den Privaträumen, folgte schon bald der Umzug in eine ehemalige Stumpenfabrik in St. Leon-Rot, wo bei stetigem Wachstum die Entwicklung der Bildverarbeitungssoftware Vision-Verify (später V60) und immer leistungsfähigerer Hardware vorangetrieben wurde. Am heutigen Standort in Waghäusel-Wiesental und den Niederlassungen beschäftigt VisionTools ca. 90 Beschäftigte; die Systeme sind weltweit im Einsatz.

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums haben wir ein kurzes Interview mit Hermann Tropf zu den Umständen der Gründung von VisionTools geführt.


Herr Tropf, was hat Sie 1986 bewogen, sich selbständig zu machen und eine Firma zu gründen? 

Ich sah damals die Möglichkeit, die drei Hauptprobleme der industriellen Bildverarbeitung zu lösen: Diese Probleme waren: hoher Preis der Hardware, lange Rechenzeit und fehlende Konfigurierbarkeit. 

Was die Hardware betrifft, so war Mitte der 80er Jahre eine Zeit des Umbruchs.
Bildverabeitungssysteme waren damals teure Systeme mit spezieller Hardware, die mindestens 100.000 DM kostete, meist wesentlich mehr. Mit dem Aufkommen der PCs und preiswerten Framegrabbern bestand plötzlich die Chance, Komplettsysteme zu einem Bruchteil davon zu realisieren. Und mit dem IBM-Industriecomputer gab es zur rechten Zeit auch einen industrietauglichen PC.
 
Was die Rechenpower betrifft, lag die Kunst in der Beschränkung: Erstens im sorgfältigen Design weniger elementarer Funktionen und zweitens in der Beschränkung auf Aufgaben mit stillstehenden Objekten und auf Aufgaben, bei denen die auszuwertenden Regionen klein und leicht zu lokalisieren sind. Solche Aufgaben gab es in der Industrie zuhauf. Es gibt sogar heute noch solche Aufgaben.
 
Ein Manko war damals, dass jede Anwendung speziell programmiert werden musste. Dem konnte ich abhelfen, indem ich das Ganze auf wenige Grundfunktionen herunterbrach und Tools bereitstellte, mit denen der Anwender die Grundfunktionen selbst zu einer Anwendung zusammenstellen und parametrieren konnte - das war mein wesentlicher Beitrag. Daher habe ich der Firma den Namen Vision Tools gegeben. Jahre später kam allgemein das Schlagwort "Konfigurieren statt Programmieren" auf.

Ich sah also damals die Möglichkeit, ohne allzu hohe Investitionen eine Firma mit gutem Entwicklungspotential zu realisieren - so kam es zur Gründung der Firma Vision Tools.


Und wie sehen Sie die Situation heute?

Die industrielle Bildverarbeitung befindet sich gerade heute wieder in einer Umbruchphase. Mit der Performance heutiger Hardware und dem derzeitigen Reifegrad der KI-Methoden öffnet sich wieder einmal das Fenster zu neuen Ufern.

So arbeiten wir konkret an der vorab virtuellen Inbetriebnahme, allein anhand von CAD-Daten der Werkstücke und der Aufnahme- und Beleuchtungsgeometrie, sodass die Arbeiten vor Ort auf ein Minimum reduziert werden können. Auch die Probleme der hohen Variantenvielfalt und schnellen Produktänderungen nehmen wir damit in Angriff.

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