Qualitätstor in der Achsmontage

Qualitätskontrollen mit Kamerasystemen sind ein bewährtes Mittel zur Fehlervermeidung. So auch in der Achsmontage im Automobilbau. Nach einer Reihe von Montageschritten werden Vollständigkeit, Typvariante und Ausrichtung verschiedener Anbauteile geprüft. Ob Anwesenheit der Kabelhalter, Seilzughalter und Sternscheiben, korrekte Verstemmung der Bundmutter, Variantenkontrolle per Codelesung oder anhand teilespezifischer Formen, die Liste der zu prüfenden Merkmale ist lang.

Je nach Komplexität der Merkmale und deren Position bei unterschiedlichen Varianten, müssen auch viele Prüfbereiche mit Kameras und zugehöriger Beleuchtung abgedeckt werden. Auf einem Werkstückträger in eine Prüfzelle gefördert, werden in solchen Qualitätstoren oftmals viele Kameras und Beleuchtungen benötigt, um alle Merkmale und Varianten zu erfassen. Durch den Einsatz der robotergeführten Kamera entsteht eine nahezu grenzenlose Flexibilität. Mit wenigen Handgriffen lassen sich nicht nur beliebige zusätzliche Merkmale in den Prüfablauf integrieren, sondern der Betreiber der Anlage kann auch den zukünftigen Varianten ruhig entgegensehen. Während neue Derivate durch ihre teils abweichende Bauform bei Prüfzellen mit fest montierten Kameras und Beleuchtungen immer wieder Erweiterungen notwendig machten, genügt jetzt das Anpassen der Prüfposition und Analysemerkmals.

Spezielle Kenntnisse für die Handhabung des Roboters sind dafür nicht notwendig. Durch Schwerelosschalten des Roboters lässt sich die Kamera von Hand in die gewünschte Position bewegen. Per Mausklick übernimmt die Bildverarbeitungssoftware V60 die Position in die Positionsliste und speichert diese zu einer Typvariante und Prüfmerkmal. Die eingesetzten Kameras sind mit 36-fachem Zoom ausgestattet und ermöglichen für jedes Prüfmerkmal einen angepassten Bildausschnitt, Focus und Bildhelligkeit, die ebenfalls in der Typ- und Merkmalsliste erfasst werden.

Das Kamerasystem mit der Bildverarbeitungssoftware VisionTools V60 prüft nicht nur alle Merkmale, sondern verwaltet auch alle zugehörigen Roboterpositionen und steuert dessen Bewegung. Der Anwender muss sich somit nur auf eine Bedienoberfläche konzentrieren, was die Handhabung des Systems wesentlich vereinfacht.

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